Wie entsteht Aberglauben?
Freitag, der 13., die schwarze Katze oder der zerbrochene Spiegel. Aberglaube hat viele Gesichter und es gibt auch einige Menschen, die so abergläubisch sind. Doch wie kommt es dazu – fehlt doch jede wissenschaftliche Grundlage?
Aberglauben steht in fester Verbindung mit dem Begriff des religiösen Glaubens. Aberglaube geht vermutlich auf das Mittelalter zurück und galt als Bezeichnung für all jenen Glauben, der fernab des christlichen Glaubens geschieht. Der Begriff des „Aberglauben“ diente somit der christlichen, vornehmlich katholischen Kirche dazu, Nicht- bzw. Andersgläubige abzugrenzen und eventuell somit doch zu einem Gemeinschaftsbeitritt zu bewegen.
Um dies zu erreichen, wurde Aberglaube auch mit Zauberei in Verbindung gebracht. Wer einer anderen Weltanschauung folge und nicht bloß die katholische Kirche verneinte, der musste zum Zeitpunkt der Inquisition mit drastischen Maßnahmen rechnen. Hexenverbrennung ist ein Kapitel in der Geschichte der Kirche, das eng in Verbindung mit dem Begriff des Aberglaubens steht.
Dennoch bezog sich der Begriff des Aberglaubens nicht nur auf Glaubensrichtungen aus heutiger Sicht, sondern ging bis hin zu den belegbaren Naturwissenschaften, die ebenfalls versuchten die Welt zu ergründen. Heute wäre es schlichtweg unsinnig, Aberglaube in Verbindung zu den Naturwissenschaften zu setzen, da diese schlichtweg das Gegenteil des Aberglaubens darstellen.
Aus der Angst von damals, die in der Bevölkerung vor Abergläubigen geschürt wurde, hat sich heute Skepsis entwickelt. Man weiß, dass von den meisten Abergläubigen keinerlei Gefahr ausgeht. Heutzutage werden diese nicht verbrannt, aber dennoch belächelt. Dennoch ist festzustellen, dass immer mehr Menschen gerade in der heutigen Zeit, sich von den ursprünglichen Glaubensrichtungen abwenden und eine für sich eigene Form des Aberglaubens ausbilden.
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