Esoterik - Mystik - Spiritualität und Übernatürliches

Spiritualität


Spiritualität - diesen Begriff hat sicher jeder von uns schon einmal verwendet. Vielleicht haben Sie aber auch nur gelächelt, wenn Sie ihn aus dem Munde anderer vernommen haben. Spiritualität ist eine äußerst sinngeladene Idee, die aber eine lange Geschichte durchlebt hat und von den verschiedensten Gruppierungen und Glaubensgemeinschaften mit Bedeutungen geradezu überladen worden ist. Heute wird der Begriff oft sehr ungenau benutzt.

Was also ist Spiritualität? Vielleicht besser: Was war sie, ist sie und wird sie in Zukunft vielleicht sein?

Sprachlichen Wurzeln der Spiritualität

Der Begriff "Spiritualität" leitet sich rein philologisch ab vom lateinischen "spiritus", was übersetzt "Geist, Seele, Leben, Atem" bedeutet. Im weitesten Sinne könnte man "Spiritualität" wohl mit "Geistigkeit", also einer Hinwendung zum geistigen, inneren Sinn in Verbindung setzen. Er beinhaltet also auch die Vorstellung von der Existenz einer unsterblichen, vom Körper loslösbaren Seele und wurde daher von den unterschiedlichsten Religionen und Philosophien adaptiert.

Die Wurzeln der Spiritualität reichen zurück bis ins zweite Jahrtausend v.Chr. Erstmals populär machten ihn aber erst Buddha und Laotse. Laotse verknüpft die Idee von der Seele mit der Unbegrenzbarkeit allen Seins und betont die Dualität zwischen Sein und Nichtsein. Die menschliche Seele ist untrennbar verbunden mit der Welt, die sie umgibt und der Körper ist nur ein vorübergehendes, fast zufälliges Behältnis. Der Grundstein für den Gedanken der Seelenwanderung ist gelegt.

Auch in der abendländischen und islamischen Religion und Philosophie beschäftigt man sich mit dem Zusammenhang zwischen Seele und Welt. Die christliche Lehre betont in ihrer Vorstellung von Spiritualität allerdings stärker die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Wie im Islam und in jeder anderen monotheistischen Religion manifestiert sich der Gedanke der Transzendenz in einer konkreten göttlichen Instanz.

Glaubenssyteme und philosophischen Denkrichtungen

Die verschiedensten Glaubenssyteme und philosophischen Denkrichtungen haben unterschiedlichste Vorstellungen von Spiritualität. Es lassen sich aber durchaus gedankliche Grundessenzen herausfiltern. Im Wesentlichen geht es darum, sich bewusst zu machen, dass jedes Lebewesen eine Seele hat, die einerseits die Fähigkeit besitzt, sich von ihrem jeweiligen Körper zu lösen. Andererseits ist sie aber Teil eines weltlichen und geistigen Kosmos', innerhalb dessen alle Lebewesen und Dinge miteinander verbunden sind. Dabei ist diese Verbindung nicht statisch, sondern fließend und in ständiger Bewegung. Ziel der spirituellen Weiterbildung ist es, sich der Natur seiner eigenen Seele bewusst zu werden und deren Verbindung mit dem Gesamtkosmos zu begreifen.

Grundsätzlich beschreibt der spirituelle Pfad also die Suche des Individuums nach dem Sinn seiner Existenz im Einklang mit der ihn umgebenden Welt.