Der Begriff "Spiritualität" leitet sich rein philologisch ab vom lateinischen "spiritus", was übersetzt "Geist, Seele, Leben, Atem" bedeutet. Im weitesten Sinne könnte man "Spiritualität" wohl mit "Geistigkeit", also einer Hinwendung zum geistigen, inneren Sinn in Verbindung setzen. Er beinhaltet also auch die Vorstellung von der Existenz einer unsterblichen, vom Körper loslösbaren Seele und wurde daher von den unterschiedlichsten Religionen und Philosophien adaptiert.
Die Wurzeln der Spiritualität reichen zurück bis ins zweite Jahrtausend v.Chr. Erstmals populär machten ihn aber erst Buddha und Laotse. Laotse verknüpft die Idee von der Seele mit der Unbegrenzbarkeit allen Seins und betont die Dualität zwischen Sein und Nichtsein. Die menschliche Seele ist untrennbar verbunden mit der Welt, die sie umgibt und der Körper ist nur ein vorübergehendes, fast zufälliges Behältnis. Der Grundstein für den Gedanken der Seelenwanderung ist gelegt.
Auch in der abendländischen und islamischen Religion und Philosophie beschäftigt man sich mit dem Zusammenhang zwischen Seele und Welt. Die christliche Lehre betont in ihrer Vorstellung von Spiritualität allerdings stärker die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Wie im Islam und in jeder anderen monotheistischen Religion manifestiert sich der Gedanke der Transzendenz in einer konkreten göttlichen Instanz.