Esoterik - Mystik - Spiritualität und Übernatürliches

Rituale oder auch Riten


Rituale oder auch Riten werden bereits seit Anbeginn der Zeit von Menschen zu verschiedensten religiösen und gesellschaftlichen Zwecken durchgeführt. Bestandteil eines Rituals sind immer auch festgelegte Handlungen, welche meist einen feierlichen oder symbolischen Charakter haben. Begleitung finden diese durch bestimmte Gestikulierungen und Formeln, deren Bedeutung sich je nach Kultur und Anwendungszweck unterscheiden können. Rituelle Handlungen haben jedoch nicht immer einen religiösen Hintergrund. Auch weltliche Rituale werden zu großer Zahl oftmals unbewusst und indirekt durchgeführt.

Experten bezeichnen Rituale auch als Instrument der Interaktion der Menschen mit deren Umwelt. Sie unterschieden sich in individuelle und gemeinschaftliche Varianten. So kann bereits der allmorgendliche Tee als persönliches Ritual angesehen werden. Gemeinschaftliche Riten sind etwa Kirchenzeremonielle, welche einen festgelegten Handlungsstrang verfolgen und immer nach einem identischen Muster abgehalten werden. Bereits in der Steinzeit wurden derartige Zeremonien, etwa zu Aufnahme von jungen Stammesmitgliedern in den Kreis der Erwachsenen durchgeführt. Überbleibsel derartig alter Kulturen und dementsprechenden Ritualen finden sich noch heute bei den ursprünglich lebenden Naturvölkern. So werden etwa Kämpfe oder Hautmalereien zu bestimmten festlichen Anlässen regelmäßig als festgelegtes Ritual ausgeführt um den Göttern zu huldigen oder um Glück für den eigenen Stamm herbeizuwünschen.

Rituale und Bräuche

Bestandteile und Bräuche

Rituale werden jedoch auch im heutigen Familienleben durchgeführt. So sind bestimmte Kommunikationsabläufe oder das allabendliche gemeinsame Essen als Ritus aufzufassen.

Bestandteil eines Rituals ist immer auch die jeweilige Kultur eines Menschen oder einer Gruppe. Dieses verlangt oftmals die Einhaltung gewisser Traditionen und Konventionen und gibt somit Art und Ablauf eines Rituals vor. Die Bedeutung von Ritualen ist von Außenstehenden mitunter nicht immer nachzuvollziehen. Für die jeweiligen Mitglieder einer Gemeinschaft weisen Riten jedoch auch immer einen gewissen Symbolcharakter auf. Sie spiegeln das alltägliche Leben oder bestimmte Lebensabschnitte wieder und unterstreichen die eigene Sinneshaltung oder verstärken diese nach außen mittels Gesten, Gesängen oder Wortformeln.

Rituale und Ihre Zugehörigkeit

Unbewusst dienen Rituale somit einer Art des Zugehörigkeitsgefühls zur jeweiligen Kultur oder sonstigen gemeinschaftlichen Gruppierung. Hierdurch können komplexe Abläufe oder einschneidende Veränderungen im Leben der Menschen verarbeitet und nachvollzogen werden. So ist beispielsweise der herkömmliche Ablauf einer Beerdigung eben auch als Ritual zu verstehen, welches den Zweck der Erinnerung an einen verstorbenen Menschen und die Verabschiedung von diesem verfolgt.

Durch routinierte Abläufe wird somit Orientierung und Richtung für schwierige Lebenssituation vorgegeben. Durch altbekanntes werden unnatürlich erscheinende Lebenseinflüsse strukturiert und können auf diese Weise vom einzelnen Gemeinschaftsmitglied besser verstanden und verarbeitet werden.

Im wissenschaftlichen Zusammenhang werden Rituale auch als zyklische Vorgabe bestimmter Abläufe verstanden, welche über zeitliche und soziale Vorgaben verfügen.

Bekannte Rituale beziehen sich neben anderen etwa auf die Sommersonnenwende, Initiation, Mannhaftigkeit oder auch Fruchtbarkeit.