Orakel
Das Orakel ist ein besonders alter Begriff in der Esoterik. Man bezeichnet hierbei ein Medium oder eine Art Offenbarung, die das Vorhersagen von künftigen Ereignissen beherrscht. Der Unterschied zum herkömmlichen Wahrsagen ist jener, dass ein Orakel stets die Verbindung zu etwas Göttlichem hat und so Entscheidungen in höheren Instanzen hinterfragt.
Meist arbeiten sie in Tempeln und Gotteshäusern, um ihrer göttlichen höheren Macht so nah wie möglich zu sein. Das Orakel ist weit verbreitet und kommt in nahezu jeder Kultur vor. Bereits im alten Ägypten war es nicht mehr wegzudenken, denn jede wichtige Entscheidung wurde von einem Orakel getroffen.
In Griechenland spielten sie ebenfalls eine sehr große Bedeutung im Alltag. Das bekannteste griechische Exemplar war das Orakel von Delphi, welches dem Apollon geweiht war. Als Medium diente Pythia. Diese durfte als einzige Frau den Tempel des Gottes Apollon betreten. Historiker meinen, dass sie herausgefunden hätten, dass sich Pythia mit Gasen in Trance versetzt hat. Diese sollen aus einer Erdspalte in der Nähe des Apollon Tempels ausgetreten sein.
Natürlich arbeiten Orakel auch immer mit bestimmten Arbeitsmitteln. Auch diese unterscheiden sich je nach Kulturkreis. In China beispielsweise, arbeiten sie immer mit erhitzten Tierknochen oder mit Schafgarbenstängel. Zudem gibt es auch die sogenannten Orakel Karten oder Wahrsagekarten, die diesen Medien ebenfalls als Kommunikationsmitteln zu der höheren Instanz dienen.
Auch heute noch sind Orakel gängig und allgegenwertig. Die jüngsten Exemplare sind das Orakel von Leipzig und das Orakel von Emmen.
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