Esoterik - Mystik - Spiritualität und Übernatürliches

Die Kabbala


Die Kabbala, deren Wurzeln in der Heiligen Schrift der Juden, der Tora, zu suchen sind, gehört zu den mystischen Traditionen des Judentums. Neben der mündlichen Überlieferung sind die verschiedensten Elemente der Kabbala, darunter die der Gnostik, eine Geheimlehre des Johannes, des Neuplatonismus, die letzte große Schule der griechischen Philosophie und die des Christentums schriftlich festgehalten. Die Kabbala als Wissenschaft zu bezeichnen ist nicht falsch, denn sie definiert die Stellung des Menschen im Universum, weist ihm seinen Platz zu und gibt Antworten auf grundlegende Fragen, zum Beispiel über das Warum der Existenz, woher wir kommen und gehen.

Mathematik der Gefühle

Die Kabbala, auch gern als "Mathematik der Gefühle" hoch stilisiert, analysiert die menschlichen Gefühle und auch Wünsche, erstellt aus dem Ergebnis eine Art mathematischer Formel, die dem jeweiligen spirituellen Niveau entspricht und angewandt werden kann. Sie ist in der Lage, Gefühle und Verstand miteinander zu verbinden. Möchte nun jemand die Kabbala studieren, wird er bald feststellen, dass es keineswegs nur um theoretische Erfassung des Inhaltes geht, sondern gleichzeitig um elementare Praxisverbundenheit. Dabei ist die Erfassung der spirituellen Welt gemeint, die durch das Studium Schritt für Schritt erfasst wird. Die eigene Natur, das eigene Innere wird besser kennengelernt und es ist erstaunlich, was alles durch die Nachforschung in sein Inneres selbst zum Vorschein kommt, kurz, man lernt sich selbst kennen. Dabei bleibt alles, was der Lernende über sich erfährt, in seinem Innern verborgen und wird keinem Außenstehenden zugänglich gemacht. Durch diese Praktiken wird die Kabbala auch gern als Geheimlehre bezeichnet, was so natürlich nicht richtig ist.

Möglichkeiten des Kabbala

Doch damit sind die Möglichkeiten, die einem das Studium der Kabbala ermöglicht, noch nicht erschöpft. Das, was die sogenannten wissenschaftlichen Hilfsmittel auf den Gebieten der Psychologie, der Psychiatrie und anderer Disziplinen, die sich mit dem Verhalten des Menschen beschäftigen, niemals erreichen werden, wird in der Kabbala gelehrt. Die Grundeinstellung, der wir alle unterworfen sind, ist der Wunsch nach den verschiedensten Freuden und dem maximalen Vergnügen und als Beweggrund jedweden menschlichen Strebens zu betrachten, wobei das Streben nach Macht dazugehört. Es gibt aber auch Augenblicke im menschlichen Dasein, in denen der Wunsch nach Spiritualität zum bestimmenden Faktor wird und sich an die Spitze aller Wünsche stellt. Um nun diesen Wunsch erfüllen zu können, kann man sich der Kabbala bedienen, die als eine Art Wegweiser für höhere Betrachtungsweisen anzusehen sein sollte, sie macht uns aber gleichzeitig mit unseren Beschränkungen vertraut und das ist gut so...