Uns allen noch gut im Gedächtnis sind die Hexen des Mittelalters. Oft waren es einfache Frauen, die durch mündliche Überlieferung die Rezepturen zum Heilen erhielten. Äußere Umstände sowie Unwissenheit und Angst der Menschen machten aus den zunächst geachteten Heilerinnen praktisch über Nacht Hexen.
Ein anderes Kapitel der Heiler wurde in den alten Klöstern aufgeschlagen. In den Klöstern entstanden die ersten Heilpflanzenbücher und die Klosterheilkunde. Das älteste, noch erhaltene Arzneibuch in Deutschland ist ebenfalls in einem Kloster geschrieben worden. Es verweist auf heimische Kräuter und zahlreiche Rezepturen. Mit der Erfindung des Buchdruckes waren die Heiler nicht mehr auf die mündliche Überlieferung angewiesen, obwohl das womöglich trotzdem über lange Zeit die bevorzugte Überlieferungsart war.
Heutige Heiler arbeiten ganzheitlich. Dabei werden alle Bereiche der Entstehung, Entwicklung sowie Heilung der Krankheiten betrachtet und das unter Beachtung der psychischen, materiellen und spirituellen Aspekte des Kranken. Handauflegen, Besprechen und Reiki sind nur ein Bruchteil der Methoden, die durch Heiler angewandt werden. Viele Heiler nutzen damals wie heute Heilsteine für ihre Heilkunst.